Pflanzen, Ernten & Snacken

"Zu hegen & zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit."

Nochmal DANKE dafür, dass du dich für unser Wohlfühlpäckchen entschieden hast.

Da wir bei Canutree immer auch ein Auge für die Umwelt haben, möchten wir auch gerne etwas zurückgeben. Darum haben wir Dir zusätzlich einige kleine Freudenpäckchen mit ein paar Nutzpflanzensamen mitgegeben.

Als erstes erklären wir dir Schritt für Schritt wie die Anzucht und der Anbau gelingt.

In einem zweiten Schritt zeigen wir dir in unserem Pflanzenlexikon, welche spezifischen Ansprüche jede Pflanze hat, damit Du dich richtig um die Pflanze kümmern kannst. Zusätzlich erklären wir dir im Pflanzenlexikon wie du die Pflanzen einfach vermehren kannst.

Zu guter letzt zeigen wir dir noch leckere Rezepte, wie Du deine selbst angebauten Pflanzen verarbeiten & letztlich genießen kannst.

Anzucht & Anbau

Schritt 1:

Schaue vorsichtig im Umschlag nach, den wir dir beigelegt haben. Solltest du die Samen anderweitig erhalten haben gehe zu Schritt 3.

Schritt 2:

Leere den Inhalt mit Bedacht in ein Schälchen.

Schritt 3:

Bereite mehrere kleine Anzuchtgefäße vor. Fülle etwas Anzuchterde in die Schälchen und befeuchte diese mit etwas Wasser. Die Samen mögen es warm & feucht & hell (Lichtkeimer)/dunkel (Dunkelkeimer).

In unserer Pflanzenliste erfährst du mehr über den perfekten Zeitpunkt für die Ausaat und ob es sich bei den Samen um Licht- oder Dunkelkeimer handelt.

Kleiner nachhaltiger Tipp: Eierkartons, Joghurtbecher oder halbierte Tetra-Packs dienen als ausgezeichneter Ersatz für Anzuchtschalen.

Schritt 4:

Verstreue die Samen gleichmäßig in die Saatschälchen.

Lichtkeimer: Lege die Samen nur auf die Erde und drücke sie leicht an, da sie Licht zum Keimen benötigen.

Dunkelkeimer: Drücke die Samen in die Erde und bedecke sie leicht mit ein bisschen Erde.

Bei viel Trockenheit kannst du etwas Klarsichtfolie über die Schälchen spannen oder diese an einen feuchten und hellen Ort stellen. Sorge für eine gute Belüftung, damit sich kein Schimmel bildet.

Schritt 5:

Halte die Erde immer schön feucht. Sorge dafür, dass die Sprösslinge noch nicht in direktem Sonnenlicht stehen (halbschattig) und dass es gleichmäßig warm ist (20 – 25°C).

Schritt 6:

Sobald die kleinen 4 – 5 cm groß sind wird es Zeit umzutopfen. Wenn du die Samen zuvor in einen großen Topf gestreut hast, sollten sie nun pikiert werden, damit sie später genug Platz zum Wachsen haben.

  • Bereite neue kleine Töpfchen mit humus- und nährstoffreicher Erde vor und gieße diese leicht an
  • Steche die Pflänzchen vorsichtig mit einem Tee-Löffel aus und befreie die Wurzeln vorsichtig von überflüssiger Erde
  • Trenne alle gründlich auf damit jedes Pflänzchen gute 5cm Platz zum nächsten oder sein eigenes Töpfchen hat. Je mehr Platz sie haben, desto größer prächtiger wachsen die einzelnen Pflanzen.
  • Zeit umzutopfen. Du kannst die Pflänzchen dabei ruhig recht tief, bis zu 1 – 2 cm unter die Blätter, einpflanzen
  • Nach dem Umtopfen benötigen die Pflänzchen viel Sonne und Wasser

Unser Pflanzenlexikon

Botanischer Name: Ocimum basilicum L.

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Wuchshöhe: 15-60cm

Standort: Warme Temperaturen & viel Licht

Licht-/Dunkelkeimer: Lichtkeimer

Boden: Feuchte, humus- und nährstoffreiche Erde.  Zudem sollte der Boden gut wasserdurchlässig sein, daher gegebenenfalls etwas Sand untermischen.

Direktsaat im Freiland: Anfang Mai bis Juli

Anbau im Haus: ganzjährig möglich

Vermehrung

Vermehrung | Abblühen lassen

Wenn du Basilikum vermehren möchtest geht das auf mehrere Arten.

Du kannst Basilikum zum Beispiel abblühen lassen. Das erlaubt es, bestäubenden Insekten ihre Arbeit machen zu lassen. Außerdem hat der Basilikum echt schöne kleine Blüten, die ein leichtes Basilikum-Aroma abgeben. Allerdings wird es dann später mit dem Verzehr etwas schwieriger, da die Blätter an den blühenden Pflanzen nicht ganz so aromatisch sind, wie die frischen Blätter.

Wenn du nach der Blüte die Samen sammeln möchtest, zwickst du dazu einfach die kleinen Samenkapseln vom Blütenstand ab. Das sind kleine meist grau-braune Kapseln, die kleine schwarze Samen enthalten. Die bekommst du am besten aus der Kapsel indem du diese mit der Öffnung nach unten, zwischen Daumen und Zeigefinger reibst und die kleinen Samen in einer Schale auffängst.

Vermehrung | Vegetativ vermehren

Du kannst Basilikum auch vegetativ, also über Ableger vermehren. Natürlich geht auch beides. Vorher dazu von einigen Pflanzen Ableger schneiden, weitere kannst du abblühen lassen und andere wiederum kannst du zum Verzehr nutzen. So sorgst du für immer genug Basilikum in deiner Küche.

Ableger kannst du von Basilikum schneiden, sobald er ca. 5 Blattreihen hat. Schneide die kleinen Ableger dazu direkt unterhalb eines Nodus ab, das ist der kleine verdickte Knotenpunkt an der Sprossachse, an dem die Blätter aus dem Stängel wachsen. Die Ableger sollten mindestens 3 Blattreihen besitzen. Entferne, bis auf die obersten, alle Blätter damit die Pflanze mehr Power für das Wurzelwachstum hat. Stell die Ableger dann in ein Wasserglas und achte darauf, dass es immer mit genug Wasser gefüllt ist. Sobald die Pflänzchen einige gesunde Wurzeln entwickelt haben, kannst du sie eintopfen. So machst du schnell aus einer Pflanze zwei!

Botanischer Name: Phacelia tanacetifolia Juss.

Pflanzenfamilie: Raublattgewächse (Boraginaceae)

Wuchshöhe: ~70cm

Standort: Warme Temperaturen & viel Licht

Licht-/Dunkelkeimer: Dunkelkeimer

Boden: Feuchte, humus- und nährstoffreiche Erde.  Zudem sollte der Boden gut wasserdurchlässig sein, daher gegebenenfalls etwas Sand untermischen.

Direktsaat im Freiland: Anfang März bis Ende Juni

Die ebenfalls „Büschelschön“ genannte Pflanze stammt ursprünglich aus Mittel -und Nordamerika und fühlt sich in trockenen vor Allem in der Höhe liegenden Gebieten pudelwohl. Die Phazelie kommt auch in unseren Breiten, hauptsächlich als Zierpflanze vor.

Da sie die frostigen Wintertemperaturen überhaupt nicht mag, kann die einjährige Pflanze bedenkenlos gesät oder gepflanzt werden, ohne eine Invasion durch diese Art befürchten zu müssen.

Warum sprechen wir überhaupt über diese Pflanze?

Nun ja sie hat eben eine ganze Reihe von Vorteilen die wir nutzen können, vor allem gerade durch ihre Frostempfindlichkeit, da sie sich sonst schnell als invasive Art verbreiten könnte. Jedoch sollte die Pflanze vor der Fruchtbildung sicherheitshalber geschnitten werden. Aber fangen wir von ganz vorne an, oder sollten wir besser sagen von ganz unten?

Die Wurzeln der Pflanze wirken Stickstoff anreichernd. Außerdem ist ein solch dichtes Wurzelwerk immer von Vorteil, da dadurch mehr CO2 in den Boden gelangt und dort gespeichert wird. Sie eignet sich also wunderbar als bodenverbessernde und aufwertende Pflanze. Dadurch wird nicht nur die Bodenqualität erhöht, auch gedüngt werden muss in dem Fall weniger. Des weiteren unterdrücken die kräftigen Wurzeln aufkommendes Unkraut, sollten die Samen im Garten ausgesät werden.

Die wunderschönen Blüten stecken voller Pollen und Nektar. Das kommt nicht nur Bienen, sondern auch Hummeln und Faltern zugute die sich von den leuchtenden Blüten ernähren.

Zu guter Letzt ist die Pflanze wunderbar in Fruchtfolgen integrierbar, da Sie kaum Konkurrenz Verhältnisse mit heimischen Pflanzen eingeht. Ein kleiner netter Nebeneffekt. Die Wurzelexhudate (oder Wurzelausdünstungen) sorgen im Boden für den Schutz vor einigen Plagegeistern und Krankheiten.

Aussaat:

Die Saat erfolgt in milden Lagen ab März und kann bis Juni (optimal Anfang Mai) ca. 1cm tief vollzogen werden. Wer über ein vorbereitetes Beet verfügt kann die Samen auch ausstreuen. Die Samen keimen bei gemäßigten Temperaturen von 12° – 18°C innerhalb von 2 Wochen. Wie bereits gesagt sollte jedoch auf die Kälteempfindlichkeit der Pflanze geachtet werden. Also erst dann aussähen, wenn keine Fröste mehr drohen. Wenn die Pflanze im Topf stehen soll so können die Samen einfach in derselben Tiefe in den Topf gesät werden.

Pflege & Standort:

Das Büschelschön ist eine pflegeleichte Pflanze. Da die Art durch ihre Herkunft an Trockenheit und Hitze gewöhnt ist, bedarf sie in unseren Breiten nur recht wenig Pflege. Nur in sehr trockenen Sommern sollte morgens oder abends ausreichend gegossen werden. Außerdem ist auf eine gute Bodenbelüftung, also einen porösen Boden zu achten, da die Pflanze keine Staunässe mag. Der Bienenfreund wächst da am besten wo viel Licht zu finden ist. Wer die Blüte der Pflanze fördern möchte, kann dies mit leichten und wenigen Düngergaben tun, die einmal im Monat erfolgen.

Canutree's Rezepte

Veganes & nachhaltiges Basilikum Pesto

Dazu benötigst du:

  • 30 g frische Basilikumblätter
  • 30 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Kürbiskerne
  • 60 ml Olivenöl (wer‘s ganz regional mag nimmt Sonnenblumen -oder Rapsöl)
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • Hefeflocken als Parmesanersatz
  • Salz & Pfeffer

Wer‘s ruhig und entspannend mag nimmt noch etwas Canutree CBD Öl zur Hand (wir empfehlen 6 – 9 Tropfen).

Wer sich etwas mehr Zeit nehmen will, kann vorher die Samen in einer Pfanne leicht anrösten. Anschließend die gewaschenen Blätter und die Samen zusammen mit der geschälten und vorgeschnittenen Knoblauchzehe in einen Mörser oder Mixer geben.

Nun die Öle hinzugeben und die Zutaten gut durchmixen. Das Pesto nun mit Salz und Pfeffer abschmecken – GUTEN APPETTIT.

Gin Basil Smash aka Gin Pesto

Zutaten:

  • 9 – 12 Basilikumblätter (Je nach Größe)
  • 6 cl Gin
  • 3 cl Agavendicksaft
  • 2 cl Zitronensaft
  • Eiswürfel

Basilikum in einen Shaker geben und kurz andrücken. Weitere Zutaten zusammen mit einigen Eiswürfeln in den Shaker geben und gut durchschütteln.

Mit einem Sieb den Inhalt in ein mit Eis gefülltes Glas absieben. Das Glas mit etwas Basilikum garnieren.

Tipp: Für den Mocktail, also die alkoholfreie Variante (Basil Lime Smash), auf Gin verzichten und später den Mix im Glas mit etwas Soda auffüllen.